Auf nach Wurzen! 20.01.

Wir rechnen für das Wochenende mit neonazistischen Aktionen in #Wurzen. Daher haben wir für Samstag eine Kundgebung ab 14:30 Uhr beim Bahnhof angemeldet: “Solidarität mit allen Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt”. Weitere Informationen (Anreise etc.) folgen zeitnah auf twitter. Die örtliche Neonazi-Szene möchte sich für die Selbstverteidigung der Betroffenen am vergangen Freitag “rächen”. Es muss mit mehr als 300 Neonazis und Rassist*innen gerechnet werden, wie schon 2016: raa-sachsen.de/chronik-details/wurzen-3518.html
AUFRUF KUNDGEBUNG SAMSTAG 20.01.18 14. 30 UHR WURZEN/PARK AM BHF.

BILDET BANDEN!
SOLIDARITÄT MUSS PRAKTISCH WERDEN!

Solidarität mit allen Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt – Vor rechten Strukturen keinen Millimeter zurückweichen!

In der Nacht von Freitag, dem 12. Januar, kam es wiederholt zu rassistischen Angriffen von Neonazis in Wurzen, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Dies ist ein weiterer Höhepunkt in einer Reihe von Gewalttaten gegen Geflüchtete und nicht-rechte Menschen in der Stadt. Der Angriff fand in einem Wohnhaus statt, in dem viele Geflüchtete lebten. Einige der Bewohner*innen sind von den Angreifer*innen im Schlaf überrascht worden. Die meisten Betroffenen haben noch in der gleichen Nacht Wurzen verlassen. Der Rassismus in Wurzen ist seit vielen Jahren alltäglich und sehr enthemmt: Fensterscheiben werden eingeschmissen, Geflüchtete körperlich attackiert, sie werden auf dem Nach­hau­se­weg abgefangen und beleidigt, Familien werden beim Verlassen der Wohnung bespuckt und bedroht. Immer wieder versuchen Neonazis direkt in ihren Wohnbereich einzudringen.

Der Angriff am Freitag war geplant. Was die Neonazis jedoch nicht einplanten, war die Selbstverteidigung der Angegriffenen. Seit einer Woche versuchen sich die Neonazis als Opfer zu deklarieren und rufen in der Stadt und der Region zu offenen Racheaktionenen auf. Auch für das kommende Wochenende (19. bis 21. Januar) muss mit einem massiven Auflauf von neonazistischen Kräften und rechten Jugendlichen in Wurzen gerechnet werden. Bereits im August 2016 kam es nach einem rassistischen Angriff vor einer Pizzeria, der von den Neonazis ebenfalls zu einem Angriff von “Ausländern” umgedichtet wurde, nach wenigen Tagen zu einem rechten Aufmarsch von mehr als 300 Neonazis und Rassist*innen in Wurzen.

“Die Stadt die jeder hasst: Wurzen!” So oder so ähnlich fühlen sich momentan die Wurzner*innen: Falsch verstanden und verurteilt. Der LVZ-Regional-Chefredakteur Thomas Lieb fasst dies stellvertretend für die “deutschen” Einwohner*innen Wurzens zusammen, die er gleichzeitig in ihrer Haltung bestärkt. So kommentierte er:

“Die eigentliche Tragödie der neuerlichen Auseinandersetzungen zwischen Deutschen und Ausländern ist nicht die Tat an sich – es ist der Tatort. Wurzen. Weil alle Welt damit das Nazi-Dorf in Sachsen, in dem es ständig kracht, verbindet. Egal, wie überzogen dieses Bild ist. Wäre das, was am Freitagabend in Wurzen passiert ist, in Grimma oder Bad Lausick passiert – es wäre schlimm, hätte aber nicht die Tragweite von Wurzen erreicht.”

Im Weiteren ist Thomas Lieb der Meinung, dass die “dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden” ungeeignet sei. Nun könnte dies heißen, dass er sich für eine große “Sammelunterkunft” für Geflüchtete ausspricht – weit gefehlt. Er sagt: “Die Vorkommnisse in Wurzen haben (einmal mehr) untermauert, woran Wurzen seit Jahren leidet. Dafür trägt niemand die Schuld allein. (…) Da kann kein noch so gut besetztes Polizeirevier Frieden sichern. In Wurzen wird eine ungestörte Willkommenskultur in der bisherigen Form nicht gelingen.”

Er sagt damit, dass geflüchtete Menschen in Wurzen niemals sicher leben werden und behauptet, dass die einzige Lösung darin besteht, keine den Neonazis ungenehmen Menschen mehr nach Wurzen zu lassen. In seinen Kommentar vergleicht er die rassistischen Angriffe mit einem Fußballspiel, die Geflüchteten mit Hooligans. Damit unterstützt er die Neonazis und Rassist*innen mit ihrer Forderung “Ausländer raus”. Einen öffentlichen Widerspruch gibt es dazu aus der Stadtgesellschaft bis heute nicht.

Auch die Polizei schafft es seit Jahren in Wurzen sich auf die Seite der rechten Angreifer*innen zu stellen. In den aktuellen Pressemeldungen wird das Geschehen zu einer Auseinandersetzung zwischen “Ausländern” und “Deutschen” gemacht. Wie durch alle Akteur*innen in Wurzen betreiben auch sie eine bewusste Entpolitisierung. Schlimmer noch, in der Vergangenheit gibt es aus Wurzen nicht wenige Berichte, in denen Notrufen von Betroffenen von rassistischer Gewalt erst nachgegangen wurden, nachdem “Deutsche” bei der Polizei anriefen. Als es Pfingsten 2017 zu einem Angriff von betrunkenen Rechten auf Geflüchtete kam, wurden die Betroffenen von der Polizei überhaupt nicht befragt, lediglich die Rassist*innen konnten wieder behaupten, sie seien angegriffen worden. Auch nach diesen Angriff versammelten sich Tage später rund 70 Neonazis und Rassist*innen und versuchten die Wohnungen der Betroffenen zu stürmen.

In den vergangen Jahren gab es aus der Stadtgesellschaft in Wurzen keine öffentlich wahrnehmbare Solidarisierung mit den Betroffenen rassistischer und rechter Gewalt. Stattdessen kommt es im Nachgang immer wieder zu rechten Versammlungen und Demonstrationen, auf denen sich die Täter*innen als Opfer darstellen können. Die Liste an schwersten Angriffen ist gerade in den letzten Jahren lang, eine Kundgebung gegen rassistische und rechte Gewalt gab es bisher jedoch nie.

Unsere Kundgebung am Samstag in Wurzen will genau dieses deutlich machen.

Wir sind solidarisch an der Seite von allen Menschen, die in Wurzen seit Jahren Angriffen ausgesetzt sind. Zugleich wollen wir uns mit der Kundgebung gegen die Erzählung in Wurzen richten, wonach die Stadt nur ein “Imageproblem” habe. Gepflegt wird diese Mär von der Verwaltung, den lokalen Medien sowie politischen Akteur*innen. Das Problem in Wurzen heißt Rassismus. Und dieser äußerte sich nicht nur in den Übergriffen von “Deutschen” am 12. Januar gegenüber Geflüchteten, sondern er äußert sich ebenso in der Verharmlosung der Tat als solcher.

Cafe Morgenland schrieb einst:
“Diese Hoffnung – und unsere Verpflichtung, an der Seite der Stigmatisierten zu stehen – speist sich aus der Ansicht, dass Rassismus und Nationalismus als Konsumgüter betrachtet werden müssen, deren Erwerb – so wie bei allen anderen “Güter“ auch – einen Preis hat, etwas kostet. Diesen Preis also müssen wir möglichst hoch treiben. (…)
Wenn Rassisten angreifen, müssen wir dafür sorgen, dass sie es nie wieder tun!”

Kundgebung: Samstag, 20.01.2018 um 14:30 Uhr beim Park gegenüber dem Bahnhof in Wurzen
Weitere Informationen:
irgendwoindeutschland.org
twitter.com/irgendwoinde

1.MAI PLAUEN: Unterstützt die Provinz!

In Zeiten in denen rechte Parteien und Organisationen ungehemmt ihren Hass auf die Straßen bringen können, ist es umso wichtiger, aktiv zu werden. Die Partei “Der III. Weg” mobilisiert für den 1. Mai nach Plauen. Eine Partei der die NPD nicht menschenverachtend genug ist. Das ist nicht nur an den primitiven Wahlplakaten zu beobachten, sondern auch an Überfällen gegen andersdenkende Menschen. So Beispielsweise 2015 in Saalfeld, als Antifaschist_innen von Neonazis angegriffen wurden.

Unter dem Motto “Time to Act” ruft ein breites linksradikales Bündnis auf, den etwa 1000 angekündigten, gewaltbereiten Nazis nicht nur mit Trillerpfeifen entgegenzuwirken. Diese Motto verdeutlicht, dass es nicht hinnehmbar ist, dass Neonazis den historischen 1.Mai einer Arbeiterbewegung in Chicago für sich instrumentalisieren und an den 1.Mai des Nationalsozialismus anknüpfen.

Und deshalb werden wir alles daran setzen, die Nazis zu blockieren. Auch die Antifa RDL ruft alle antifaschistischen und progressiven Menschen dazu auf, sich Gedanken zu machen, ob es nicht doch wichtiger wäre sich gewaltbereiten Nazis in den Weg zu stellen, als ein Party-Weekend in einer Großstadt zu betreiben.

Infos zur Anreise und weitere wichtige Daten findet ihr unter:

plauen0105.blogsport.eu
1maiplauen [at] riseup.net

fertig

Solidarität statt Hetze! Döbeln 25.10.15

Für diesen Sonntag ist eine Kundgebung mit anschließender Demonstration „Solidarität mit Geflüchteten“ in Döbeln angemeldet. Erst letzte Woche marschierten 400 RassistInnen mit Fackeln gegen eine bevorstehende Erstaufnahmeeinrichtung durch die Innenstadt von Döbeln.
Wir verurteilen diese Hetze deutlich! Rassismus ist keine politische Meinung, sondern eine menschenverachtende Ideologie.
Menschen, welche nach Deutschland kommen, brauchen Schutz und Hilfe.

Wir unterstützen den Aufruf von „Wilkommen in Döbeln“
„Nicht nur Demo, sondern auch Austausch und Begegnung

Mit dieser Veranstaltung wollen wir nochmals deutlich machen, dass unsere Solidarität den zu uns kommenden Geflüchteten gilt. Wir bereiten uns im Bündnis darauf vor, mit anzupacken und zu helfen. Außerdem bietet die Demonstration am Sonntag allen die Möglichkeit, Informationen über die kommende Woche auszutauschen, sich zu vernetzen und offene Fragen zu diskutieren. Die Demonstration ist kurzfristig angemeldet, aber wir versuchen damit Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Wir laden zum Beispiel auch die bereits in Döbeln wohnenden Geflüchteten ein und möchten die Döbelner Bürger_innen ermutigen, sich zu beteiligen.“

Treff: 17 Uhr Wettinplatz Döbeln / Sonntag 25.10.2015
Demostart: 18 Uhr

SAY IT LOUD – SAY IT CLEAR – REFUGEES ARE WELCOME HERE!
KLK

Aktuelle Infos für den 18.10.15 in Döbeln

Das Bündnis „Willkommen in Döbeln“ ruft zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration auf. Die Kundgebung startet 16:00 Uhr am ehemaligen Autoliv, Leisniger Straße Ecke Eichbergstraße in Döbeln. Nach der Kundgebung wird es eine Demonstration geben, die am Start-Kundgebungsort endet.

Dies wollen wir unterstützen und zeigen das Döbeln keine Plattform für rassistische Hetze bietet.
Kommt zahlreich und entschlossen nach Döbeln und zeigt Solidarität.
Gegen rassistische Hetze und einen Aufmarsch radikaler Nazis!

REFUGEES WELCOME

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Gegen die NPD-Demo am 18.10. in Döbeln!

“Sonntag Abend, NPD-Demo in Döbeln.” Vor einigen Monaten hätte das noch für größeres Aufsehen gesorgt. Mittlerweile reiht sich diese geplante Veranstaltung nur noch in eine Reihe rassistischer Veranstaltungen ein. Jeden Tag hetzt der Mob aus Rassist_innen und Rechtsextremen in einer anderen Stadt. Jeden früh steht ein neuer Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in der Zeitung.
Als wenn das nicht schon genug wäre, steht die nächste Verschärfung des Aslyrechts vor der Tür. Das Leben der Flüchtlinge in Deutschland wird somit auch noch von staatlicher Seite immer schwerer gestaltet.
Am Sonntag wollen wir auf den Döbelner Straßen zeigen, dass diese Zustände für uns nicht mehr tragbar sind.

Die NPD hat für 18:30 Uhr eine Demo angemeldet, welche auf dem Obermarkt beginnt. Lasst uns ihnen zeigen, dass sie nicht willkommen sind!
Die nötige Schlussfolgerung aus Freital, Heidenau, Einsiedel und co. muss sein, dem rassistischen Mob nicht die Straße zu überlassen. Auch nicht in Döbeln! Wir sehen uns!

Infos folgen!

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